Protestaktionen gegen E-Sports-Zwang

Beim heutigen Nati-A-Spiel BSC Young Boys gegen den FC Basel wehrten sich die beiden Fankurven mit Protestaktionen gegen die von der Swiss Football League geplante E-Sportsleague. Sie soll im kommenden März 2019 allen Nati-A-Vereinen aufgezwungen werden. Die Ostkurve Bern hat nun dazu eine Stellungnahme veröffentlicht. 

 

Stellungnahme zur heutigen Aktion gegen E-Sports anlässlich des Spiels YB-FCB

Wir kämpfen gegen E-Sports!!!

Seit einigen Monaten wird die Thematik E-Sports immer wieder in den Medien und in den Stadien thematisiert. Nun soll im März 2019 von der Swiss Football League eine eigene Liga gestartet werden; dies hat mit unserem Sport und den Werten unseres Vereins rein gar nichts zu tun! Hier geht es nur um den Profit!

Ein Sportverein soll die Menschen zu mehr Bewegung und sportlicher Betätigung anregen. Fussball ist ein Mannschaftssport und kein Einzelsport!

Es darf nicht sein, dass der Plan der Ligaverantwortlichen umgesetzt wird und den Vereinen ein E-Sports Team als Lizenzauflage zur Teilnahme in der höchsten Spielklasse aufgezwungen wird.

Wir als Stadionbesucher müssen uns dagegen wehren, um unseren Sport so zu behalten wie er ist! In der heutigen Gesellschaft sitzen Kinder öfters zuhause vor den Konsolen, anstatt sich mit Freunden sportlich zu betätigen. In einem Sportverein werden den Kindern und Jugendlichen wichtige Werte wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und vor allem Freundschaft vermittelt! Dies sind Werte, welche im E-Sport völlig verfehlt werden. Und dies für den Preis des Profits?! Nicht mit uns!

Gäge E-Sports, hüt und für immer!

Ostkurve Bern

Zur Mitteilung

Auch die Anhänger des FCB beteiligten sich am Protest:

Bilder: Screenshots SRF / ybforever.ch

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