GCZ ohne Strategie – Fans machen Druck auf Vereinsführung

Die Anhänger des Grasshoppers Club Zürich machen mit einem öffentlichen Communiqué Druck auf ihre Vereinsführung. Lange hielt sich die GCZ-Fankurve mit Kritik an der Führungsetage zurück, nun machen sie öffentlich, dass ihrem Verein schon über Jahre eine erkennbare Strategie fehlt. Sie geben dem Vereinsvorstand noch einen Monat Zeit, ihre öffentlichen Forderungen in die Wege zu leiten, ansonsten behalten sie sich weitere Schritte vor.

Unzählige Wechsel beim Zürcher Grasshoppers Club hätten dazu geführt, dass die Fans die einzige Konstante im Verein geblieben sind, schreiben die GCZ-Anhänger auf ihrer Website. Mit fünf öffentlichen Forderungen an die Vereinsspitze der Zürcher Grasshoppers machen die GC-Fans nun Druck auf ihren Verein. Unter anderem fordern sie einen neugeschaffenen Beirat aus Fankreisen, der gemeinsam mit der Vereinsführung die kommunikative Marschrichtung bestimmen soll. Die Fans geben dem Verein noch einen Monat zeit ihre Forderungen in die Wege zu leiten, ansonsten behalten sich sich weitere Schritte vor.

Hier die fünf öffentlichen Forderungen der GC-Kurve:

1. Zrugg id Stadt

Ab Tag 1 hämmer d GC-Füehrig gwarnt: je länger mir ufm Land trainiered und gschäftet, desto schneller verlürt dä Klub sini städtischi Identität. Während dä Campus es jährlichs Millionedefizit verursacht, sind mir Fans hüt dä einzig verbliebeni Stadtzürcher Pfiiler vo GC. Das muess sich endlich ändere. D Gschäftsstell vo GC ghört id Stadt, dete wo de Klub und mir Fans dihei sind!

2. Traditione bewahre

Wer sich Traditionsverein nännt, muess sini Traditione au bewahre.
Euses Matchlibli luegt uf e über 125-jährigi Gschicht zrugg. Leider isch s traditionelle Trikot i de letschte Jahre immer meh verschandlet worde. Demit die einzigartigi Tradition wieder ufläbt, müend d GC-Fuessballer zuekünftig wieder im klassische Trikot mit umkehrte Ärmelfarbe und ere teilte Ruggeflächi uflaufe.

3. Freiwilligs Engagement anerkänne

Zahlrichi Fans händ i de letschte Jahre ihres Wüsse oder ihri unentgeltlichi Arbetsleistig zur Verfüegig gstellt, zum dä Verein uf Vordermaa zbringe. Selte hät sich öppert ufm Campus drum kümmeret. Demit die bestehende Mitarbeitende nöd mit zuesätzliche Ufgabe belastet wärded, bruchts e neu gschaffeni Stell, wo mit dä Fans Projekt umsetzt oder Ressource für e selbständigi Umsetzig bereitstellt. Nur so chan s grosse freiwillige Engagement kanalisiert und möglichst gwünnbringend ihgsetzt wärde.

4. Presänz in Züri

Was dä Adrian Fetscherin mit Pauke und Trumpete gschafft hät, isch au mit bescheidenere Mittel möglich. Regelmässigi Ahläss in Züri sind essenziell, zum s Image vom Verein politisch, wirtschaftlich und medial z verbessere. Nöd zletscht isch es au für eus Fans elementar, dä Klub und sini Spieler zgspüre. En Fuessballverein isch schliesslich meh als nur es Unternehme.

5. Biirat für dä GCZ

Weder Facebookbiiträg no Ticketaktione bringend meh Fans is Stadion, wänn die entscheidensti Grundlag fehlt: s Wüsse wer mer isch und wo mer hii wott. Mir Fans händ i de letschte 15 Jahr unzähligi Füehrigs- und vermeintlichi Strategiewechsel erläbt. Kein einzige devo hät gfruchtet. De Klub isch orientierigsloser denn je. Als Basis vom Klub hät me eus Fans jewils usse vor glah. Das muess sich ändere. En neu gschaffene Biirat us Fanchreise bestimmt gmeinsam mit dä GC-Füehrig die kommunikativi Marschrichtig und schafft ah dä Identität vo eusem Herzensverein. Und zwar institutionalisiert und nachhaltig.

Mir strapaziered eusi Geduld um en wiitere Monet. So lang gäbemer am Verein no Ziit, d Umsetzig vo eusne scho vor Jahre gstellte Forderige id Weg z leite. Blibts es wiiters Mal bi leere Versprechige und sind kei nännenswärti Fortschritt erkännbar, bhaltemer eus wiiteri Schritt vor.

Quelle: sektoriv.ch


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