Good Hosting bei Fussballspielen

Die Sicherheitsbehörden des Kantons Wallis haben entschieden, dass in Sion das «Good Hosting»-Konzept der Swiss Football League ab sofort nicht mehr angewendet wird.

Das «Good Hosting»-Konzept sieht vor, dass Fans primär als Gäste und nicht als Sicherheitsrisiken begrüsst werden. Als ein zentrales Element dieser Strategie gilt die Abkehr von der flächendeckenden Personenkontrolle ohne Verdachtsmomente, hin zu gezielten Stichprobenkontrollen und konsequenter Einzeltäterverfolgung.

Fanarbeit Schweiz macht seit Jahren auf die Situationen in den Eingangsbereichen aufmerksam und unterstützt die nationale Anwendung des «Good Hosting»-Konzepts. Primäres Ziel muss sein, die Faktoren für die Entstehung von Gewalt zu minimieren. Diese Strategie wurde seit 2015 in allen Super League- und Challenge League-Stadien der Schweiz verfolgt und trug massgeblich zur Deeskalation bei. Gewalttätige Ereignisse vor den Stadioneingängen konnten nachweislich markant gesenkt werden.

Mit der Abschaffung des «Good Hosting»-Konzepts, geht man in Sion nun leider einen anderen Weg. Eine Rückkehr zu flächendeckenden Eingangskontrollen suggeriert eine Steigerung der Sicherheit. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen eine nachhaltige Beruhigung der Eingangssituationen aufgrund der Anwendung des «Good Hosting»-Konzepts.

Fanarbeit Schweiz appelliert an die zuständigen Behörden und Vereine, dass die Deeskalation der Eingangsbereiche weiterhin das oberste Ziel in dieser Thematik bleibt.

Mehr zum Thema, sowie die Stellungnahme gibt es bei der Fanarbeit Schweiz.

0Shares